L’Étoile de Berru

Das Projekt L’Étoile de Berru

 

Welch ein Vergnügen ist dieses wundervolle Projekt. Ich liebe Champagner! Allerdings ist Champagner nicht gleich Champagner. Es gibt Produzenten, die es schaffen, Wein sprudelnd zu machen und es gibt passionierte Künstler, die mit ihren Schaumweinen Geschichten erzählen. Adam-Mereaux lernte ich vor ein paar Jahren als kleines, selbstbewusstes Haus kennen, welches konsequent seinen Stil mit riesigem Aufwand betreibt. Allein die unzähligen Fassproben und das Testen der Stillweine sind jedes Jahr ein Highlight meines Kalenders. Mich hier verwirklichen zu können und in jenem Kontext das Schaffen anderer Regionen erkunden zu dürfen ist für mich ein großes Vergnügen. Da Champagner ja ein weitaus zeitaufwendigeres Projekt ist, floriert unsere Zusammenarbeit schon seit geraumer Zeit, was sich auch noch in vielen weiteren Folgejahrgängen noch zeigen wird. Umso mehr freue ich mich nun endlich meine erste, sehr außergewöhnliche Cuvée aus der Champagne zu präsentieren. Ein großer Wein in sprudelndem Mantel... 2010 LÉtoile du Berru

 

 

Das optimale Weinglas

 

Das Weinglas spielt die entscheidende Rolle, damit sich ein Aromabild perfekt entfaltet. Zum Champagner «LÉtoile du Berru» empfehle ich das folgende Weinglas:

 

Chardonnay Glas

 

 

DIE GESCHMACKSBILDER

 

ERSTES GESCHMACKSBILD – NACH FRISCH AUFGEZOGENER FLASCHE

Unmittelbar nach dem Öffnen der Flasche entsteht ein unglaublich lebhaftes Bild von einem erfrischenden Tag am Meer. Eine aromatische Welle von exotischen Aromen , geprägt von gelb- grünen Steinfrüchten, trifft auf den Rezipienten. Mit einer sanften, warmen Brise mischen sich lange, dichter werdende Hefetöne hinzu. Am Gaumen setzt sich das Bild einer aufregenden See fort: Die ruhige und dichte Perlage überbringt gewisse Fruchtaromen in violetten Tönen wellenartig und intensiv. Es ergibt sich ein Bild von intensiv voller Textur. Die leichte Säure erinnert an die einer Pampelmuse und leitet das violettfarbene Aromenbild elegant in markante Grüntöne über.

 

 

ZWEITES GESCHMACKSBILD – MIT ETWAS SAUERSTOFF

Mit Luft wird die See ruhiger, der Strom eindeutiger. Anfangs wild und ungezähmt setzt sich nun ein klarer, dichter Fluss durch, elegant und burgundisch anmutend. Die nun gerade Linie bindet die ursprünglichen Primärfrüchte deutlicher ein, es wird ruhiger, klassischer und die anfangs violetten Töne gehen in apfelgrüne Aromen über. Mandeltöne machen sich im Trinkfluss in Form einer gewissen Laktik bemerkbar. In der Nase breitet sich eine schöne Würze, gepaart mit leichten Safrantönen und einer Bitterkeit von Walnüssen aus. Es wird deutlich weiniger und rassiger. Ein handwerklich wunderschön ausgeführtes Produkt.


 

DRITTES GESCHMACKSBILD – MIT VIEL SAUERSTOFF

Anfänglich violett wirkende Aromanoten, welche in apfelgrüne Aromen übergingen, enden nun in gelben fast orangenen Früchten und der Champagner wird selbstbewusster und auch kantiger, behält dabei jedoch stets seine Harmonie, welche vor allem durch den Einklang aus Textur, Aromatik und Nachhall zum tragen kommt. In Verbindung mit der besonders geringen Dosage ergibt sich so ein beeindruckendes Zusammenspiel aus Säure, Zucker und Grundwein. Das außerordentlich avantgardistische, durch Zitrusfrüchte, Apfelsäure und dezente Kräuternoten geprägte, fast schon mediterrane Aromaprofil, gepaart mit seiner enormen Weinigkeit und cremigen Textur, ergibt eine äußerst lange Reise am Gaumen.

Adam Mereaux & André Macionga

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