Das Cuvetieren

In Frankreich wird jede Abfüllung von Wein in Flaschen als Cuvée bezeichnet. Steht auf der Flasche «Grand Cuvée» oder «Cuvée Prestige», weist dies auf eine hohe Qualität des Weins hin. Ob der Wein ein Verschnitt oder sortenrein ist, spielt dabei keine rolle. Bezeichnet man jedoch eine Flasche als «Assemblage», ist damit ein Wein, der verschnitten wurde, gemeint.

 

Anders ist es im deutschsprachigen Raum. Hier ist die Bezeichnung «Cuvée» ein anderes Wort für Verschnitt. Ein Verschnitt aus verschiedenen Rebsorten. Hierbei geht es darum, die bestmögliche Qualität des Weins durch die richtige Mischung von einzelnen Rebsorten in eine optimale Balance zu bringen.

 

 

Mit unterschiedlichen Methoden zum Ziel

 

Es gibt verschiedene Wege, um einen Wein zu cuvéetieren. Eine Möglichkeit ist, die Rebsorten schon in der Weinpresse, dem sogenannten Kelter, zu vereinen. Das heißt, die Trauben werden gemeinsam geerntet und gepresst. Eine weitere Option besteht darin, den Traubensaft im Gärbehälter zu vermischen. Die wohl bekannteste und klassische Methode ist jedoch, den schon gereiften Wein zu verschneiden. Entsprechend nimmt man hier den sortenreinen und schon gelagerten Wein. In diesem Fall wird von jedem Fass eine Probe gezogen. Danach beginnen die Experimente auf der Suche nach der perfekten Harmonie.

 

 

Durch Probierreihen sensorisch zum Geschmacksbild

 

André Macionga produziert die Cuvées mit dem schon gereiften Wein. Im Weinkeller, zusammen mit dem Winzer, degustiert er Fass um Fass. Durch diese Probierreihen setzt André Macionga sensorisch ein Geschmacksbild zusammen. Er stellt sich die Frage: «Was könnte zusammenpassen, was nicht?» Durch seine Erfahrung in den letzten Jahren erahnt er schnell, was aus den verschiedenen Aromen entstehen könnte: „Es macht mich glücklich, wenn das Geschmackbild, welches ich mir zuvor vorgestellt habe, am Ende in Form einer Weinflasche vor mir steht.“ Im besten Fall übertrifft das Endresultat sogar die Vorstellungen von André.

 

 

Neue Geschmacksbilder erschaffen

 

Das Cuvéetieren vergleicht André Macionga mit einer Weinbegleitung zu kulinarischen Meisterwerken. Produkte, die für sich alleine schon sensationell sind, zu vermischen, das ist Kunst. «Da gibt es zwei schöne Bilder, die vereint werden, und plötzlich resultiert daraus ein komplett neues Gesamtergebnis; ein einzigartiges Bild, welches Weinliebhaberinnen und Weinliebhaber völlig zu überraschen vermag», so Macionga. Es sind die vielfältigen Möglichkeiten an Komposition, die André Macionga faszinieren.

 

 

Eigenschaften optimal vereint

 

Eine harmonisch abgestimmte Cuvée bietet dem Weinliebhaber oft mehr als ein Wein aus einer einzelnen Rebsorte. Das Cuvéetieren ermöglicht es, Aromen, Körper und Mundgefühl, Frucht und Säure sowie die Ausgewogenheit des Abgangs in ein harmonisches Gleichgewicht zu bringen. So stehen die Eigenschaften der einzelnen Weine im Einklang und führen somit zu einem einmaligen Geschmackserlebnis.

 

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