KOMPLEX19 2016

Projekt Komplex19

 

Es gibt nur wenige deutsche Rotweinproduzenten, die mich in den letzten Jahren kontinuierlich so überzeugt haben wie die Klostermühle in Odernheim. Dementsprechend war es mir gleich zu Beginn ein Anliegen, gemeinsam eine Rotweincuvée zu schaffen. Die ersten Fassproben im Keller der Klostermühle beeindruckten mich und waren vorzüglich. Das gemeinsame Cuvéetieren mit dem Winzer des Gutes, Thomas Zenz stellte sich als großes Vergnügen heraus. Der Name «Komplex19» spiegelt sich in der Sinnesfreude dieses Weins wieder: Diese Cuvée ist Komplex, eine Geschlossenheit, ein Kreis. Was es mit der Zahl Neunzehn auf sich hat, das bleibt ein Mysterium. Oder vermögen Sie dieses Rätsel zu lösen?

 

 

Das optimale Weinglas

 

Das Weinglas spielt die entscheidende Rolle, damit sich ein Aromabild perfekt entfaltet. Zum Wein «Komplex19» empfehle ich das folgende Weinglas:

 

Burgunder Glas

 

 

DIE GESCHMACKSBILDER

 

ERSTES GESCHMACKSBILD – NACH FRISCH AUFGEZOGENER FLASCHE

Direkt nach Öffnen der Flasche wirkt der Wein filigran, sanft und leise. In die Nase dringt ein würzig rauchiger Geruch mit einer dezenten Nelkennote. Am Gaumen erschmecke ich reife Sauerkirsche, saftige Zwetschge und süsse Waldhimbeere. Die Cuvée erinnert mich an einen eleganten Amarone. Dieses Aromabild ruft klassische Musik in meine Gedanken. Eine packende Symphonie von roten Früchten. Durch die Geschmacksergänzung von Veilchen und etwas Brombeere entsteht eine Fusion, die einen Hauch von Schwefel aufkommen lässt. Ein wahres Feuerwerk der Aromen.

 

ZWEITES GESCHMACKSBILD – MIT ETWAS SAUERSTOFF

Darauf folgen der dominante Geruch von Beerensaft in würziger Schwere und eine minimale Note von Lorbeeren und Veilchen. Mit der Addition von Luft geht die Entwicklung spürbar in eine aufregend raffinierte Richtung. Die Note von schwarzem Trüffel, der mich an die Knolle aus dem südwestlichen Périgord in Frankreich erinnert, kommt zum Vorschein. Feine Nuancen von Rosinen – unterstrichen vom Duft der Rosenblätter – geben der Trüffelnote spannende Akzente. Neue Facetten wie die Süße von Datteln, eine an Menthol erinnernde Frische und zierliche Tannine geben dem Wein einen enormen Tiefgang. Das Aromabild von «Komplex19»  entwickelt sich mehr und mehr zu einem kunstvollen Gemälde.

 

DRITTES GESCHMACKSBILD – MIT VIEL SAUERSTOFF

Die von Sauerstoff unterstützte Vielschichtigkeit bringt Gerüche von Dattel, Schlehe und einem Hauch Hagebutte mit sich. Die Note von geröstetem Kaffee macht sich im Gaumen breit, und im Abgang festigen sich die sanft pelzigen Tannine. Die zu Beginn filigran wirkende Cuvée hat sich nun zu einem starken, intensiven Wein entwickelt. Dessen Bouquet vermag es, mit einer komplexen Melodie zu verzaubern. Neunzehn Musiker spielen, ein Dirigent vereint – vollendet ist die Sinfonie.

Klostermühle Odernheim & André Macionga

Copyright 2017 André Macionga Cuvée GmbH

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